Flachwasserzonen für Binnenwasserstraßen im urbanen Raum - Vortrag zum 49. Dresdner Wasserbaukolloquium 2026
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Im Rahmen des Ausbaus der Berliner Nordtrasse zur Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse sind als ökologische Kompensationsmaßnahme mehrere Flachwasserzonen im Uferbereich vorgesehen. Um die engen Fahrwasserverhältnisse für große Fahrgastschiffe und die Frachtschifffahrt nicht einzuschränken, werden die geplanten Flachwasserzonen im Schutz von Spundwänden errichtet. Die Flachwasserzonen werden durch Öffnungen zum Wasserspiegel hin und solchen weit unter Wasser an die Wasserstraße angeschlossen, um den Austausch von Wasser, Sediment und lebenden Organismen zu ermöglichen. Diese Bauweise wurde in der Spree bei Charlottenburg in einer Versuchsstrecke erprobt, inzwischen auch in anderen Bereichen der Berliner Gewässer mehrfach erfolgreich realisiert und nunmehr an der ersten für die Nordtrasse vorgesehenen Stelle in der Spree in Spandau fertiggestellt. Um die aus bisherigen Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse für geänderte Randbedingungen, insbesondere hinsichtlich der Breite der Flachwasserzone und der Tiefe der Öffnungen, zu überprüfen und für die Auslegung geplanter Maßnahmen aufzubereiten, wurden von der BAW im Auftrag des Wasserstraßen-Neubauamtes Berlin Naturversuche durchgeführt, über die im Vortrag insbesondere hinsichtlich bemessungsrelevanter Ergebnisse berichtet wird.